| Ausstellung 22. Mai - 14. August 2005 | |
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Der Frankfurt-Kronberger Maler Anton Burger zählte in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Künstlern
in Frankfurt und der Region. Er war eine der zentralen Figuren der
Kronberger Malerkolonie und der Stadt Kronberg.
Die Ausstellung widmet sich dem künstlerischen Wirken des geschätzten Kronberger Malers. Anläßlich seines 100. Todestages präsentiert die Ausstellung über 70 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen aus nationalem und internationalem Privat- und Museumsbesitz. Ergänzend werden Arbeiten seiner Schüler gezeigt, zu denen namhafte Künstler wie Philipp Franck, Fritz Wucherer, Ferdinand Balzer und Nelson Kinsley gehörten, aber auch heute nahezu unbekannte Maler und Malerinnen wie Friedrich von Amerongen, Carl von Bertrab, Adolf Chelius, Lorenz Maas, Mathilde Knoop-Spielhagen, Berta Bagge, Minna Roberth und Pauline Fresenius-Burger. In eindrucksvoller Weise wird der Einfluß des Lehrers anschaulich.
Öl/Lw., 32x47,2 cm, Privatbesitz Anton Burger wurde 1824 in Frankfurt am Main geboren. 1838 - 1847 studierte Burger am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt bei dem in Düsseldorf geschulten Jakob Becker. Während seiner Ausflüge in den Taunus, die Burger mit Malerkollegen unternahm, erkannte er zusehends die Wichtigkeit des Naturstudiums. 1847 bis 1848 hielt sich Burger in München auf: anschließend war er in Frankfurt mit verschiedenen Auftragsarbeiten beschäftigt. 1850 heiratete Burger seine Jugendfreundin Catharina Elise Heislitz. 1852 reiste er für einige Tage mit seinen Künstlerfreunden Angilbert Göbel und Philipp Rumpf nach Paris. Erschüttert vom Tod seiner Frau verließ Burger 1856 Frankfurt und ging mit Jakob Maurer nach Düsseldorf. Von dort aus reiste er nach Amsterdam und Antwerpen und studierte die Meisterwerke der alten Niederländer.
1869, Öl/Holz, 13.2x22.8 cm, Privatbesitz Um dem großstädtischen Leben zu entfliehen, zog Burger 1858 von Frankfurt nach Kronberg, wo er zunächst im Gasthof "Zum schwarzen Adler" wohnte. Neben Jakob Fürchtegott Dielmann und Philipp Rumpf war Burger einer der ersten Maler, die sich nicht mehr nur in den Sommermonaten in Kronberg aufhielten. In der Stadt am Fuße des Taunus entstand eine Malerkolonie, dessen zentrale Gestalt Burger schließlich wurde.
Kunsthandlung J.P. Schneider, Frankfurt
1861, Öl/Lw., 58x40.3 cm, Neue Pinakothek München Burgers volkstümliche Art ließ ihn schnell Anerkennung bei der eingesessenen Kronberger Bevölkerung erlangen. Als leidenschaftlicher Jäger beteiligte er sich in der Schützengesellschaft; im Männerturnverein und im Gesangverein engagierte er sich ebenfalls. Bei Festveranstaltungen und Theaterabenden sorgte er für Dekorationen und Kulissen. Sein lebensfrohes Wesen, seine Großzügigkeit und sein gastliches Haus brachten ihm den Beinamen "König von Kronberg" ein. Seine Kontakte nach Frankfurt, wo viele Abnehmer seiner Gemälde lebten, hielt Burger gleichwohl aufrecht.
Öl/Lw., 23x17 cm, Privatbesitz Die spätbiedermeierliche Romantik hatte Burger hinter sich gelassen. Die streitbare Avantgarde lag seiner Künstlernatur fern. Anton Burgers Stimmungsbilder ländlicher und bürgerlicher Genres, ausgeführt mit ästhetisch malerischer Raffinesse, bedienten in künstlerisch individueller Weise den Geschmack der Zeit. In seinen letzten Lebensjahren litt Anton Burger an Schüttellähmung, so daß er kaum noch arbeiten konnte. Am 6. Juli 1905 starb er im Alter von 80 Jahren in seiner Wahlheimatstadt Kronberg. Die Versteigerung seines künstlerischen Nachlasses fand zwei Jahre später in Frankfurt statt. 1908 wurde im Kronberger Kaiser Friedrich-Park das Anton Burger-Denkmal aufgestellt. Ausstellungseröffnung am 22. Mai 2005 | |
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Museum Kronberger Malerkolonie in der Streitkirche
Tanzhausstraße 1, Kronberg im Taunus Öffnungszeiten: Mittwoch 15-18 Uhr Samstag und Sonntag 11-18 Uhr Fronleichnam, 26. Mai 2005, 11-18 Uhr Samstag 4. Juni 2005, 11-22 Uhr Eintritt: Pro Person 4.- Euro Kinder von 6-12 Jahren 2.- Euro Familien 10.- Euro Führungen: Kunsthistorische Führungen durch die Ausstellung innerhalb der offiziellen Öffnungszeiten werden in deutscher und englischer Sprache angeboten. Das Honorar für die einstündige Führung: in deutsch € 65,--, in englisch € 75,--. Bitte vereinbaren Sie Ihren individuellen Termin mit: Christelle Liebelt M.A., Königstein Tel.: 06174-932271 Mobil: 0177-6263960 Internet: www.christelleliebelt.de |
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Veranstalter:
Museumsgesellschaft Kronberg e.V. Stiftung Kronberger Malerkolonie Tanzhausstraße 1, 61476 Kronberg Tel. 06173-929490, Fax 06173-929491 E-mail: museum-malerkolonie@freenet.de
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