| Ausstellung 30. April bis 30. Juli 2006 | |
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Die Museumsgesellschaft Kronberg präsentiert im Museum in der Streitkirche eine Ausstellung mit Bildern von Künstlerinnen der Malerkolonie Ahrenshoop. Die Ausstellung vereint Werke der Malerinnen, die von der Gründung der Künstlerkoloie Ahrenshoop an bis heute dort lebten oder als Malgast dort ihre Werke schufen. Die Bilder zeigen den Aufbruch von der traditionellen Darstellung zur Moderne. Die "Malweiber", wie sie damals oft spöttisch von Männern genannt werden, haben es im kaiserlichen Deutschland des ausgehenden 19. Jahrhunderts nicht leicht. Vom akademiestudieum sind sie bis 1919 ausgeschlossen, und so beginnen die ersten Malversuche meist in einem Privatatelier. Preiswerter und akktraktiver aber sind die Künstlerkolonien, die in landschaftlich reizvollen Orten überall in Europa entstehen. So auch 1892 in Ahrenshoop, dem kleinen Fischerdorf an der Ostsee. Abgelegen an der Grenze zwischen Mecklenburg und Vorpommern, eingebettet in eine Dünenlandschaft mit windschiefen Katen und dem nahen urwüchsigen Ahrenshooper Wald am Dorfende, zieht es Künstler aus ganz Deutschland an. Malerinnen wie Anna Gerresheim, Elisabeth von Eicken, Elisabeth Büchsel und Hedwig Woermann lockt jedoch, bevor sie sich an der Ostsee niederlassen, als Studienort Paris, die Metropole der Kunst und die farbenprächtigen Bilder der Impressionisten. Mit ihren späteren Landschafts- und Porträtbildern gelangen sie in die Nähe ihrer Vorbilder Vincent von Gogh und Paul Gauguin, den Wegbereitern der europäischen Moderne Nach dem Ersten Weltkrieg lösen sich europaweit die meisten Künstlerkolonien auf, so auch in Ahrenshoop. Trotz all der schrecklichen Erfahrungen und Entbehrungen des verlorenen Krieges erwacht Ahrenshoop jedoch bald wieder zu neuem Leben. Eine neue Generation von Malern, Bildhaueern, Schriftstellern und Musikern sowie Filmleuten kommt nun auf das Fischland. Noch lange ist es nur über sandige Wege zu erreichen, doch wer sich einmal für diesen Landstrich entschieden hat, den hält die Sehnsucht fest. Alle hier ausgestellten Künstlerinnen sind von der Kunstgeschichtsschreibung jahrzehntelang übersehen worden und finden bundesweit kaum Beachtung. Das hat im Wesentlichen mit der allgemeinen Nichtbeachtung der Frauenkunst bi in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts zu tun. Auch die Teilung Deutschlands hinderte Kunsthistoriker und Kritiker aus dem Westen, sich für die hiesigen Malerinnen zu interessieren. Erst durch den Mauerfall ist das Interesse für die ehemalige Küntlerkolonie Ahrenshoop so gewachsen, daß die zu Unrecht vergessenen Malerinnen vielleicht jetzt einen würdigen Platz in der Kunstgeschichte erhalten. Ausstellungseröffnung am 30. April 2006 Details zur Ausstellung und zu den Künstlerinnen | |
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Museum Kronberger Malerkolonie in der Streitkirche
Tanzhausstraße 1, Kronberg im Taunus Öffnungszeiten: Mittwoch 15-18 Uhr Samstag, Sonn- und Feiertage 11-18 Uhr Eintritt: Pro Person 4.- Euro Kinder von 6-12 Jahren 2.- Euro Familien 10.- Euro | |
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Veranstalter:
Museumsgesellschaft Kronberg e.V.
und Stiftung Kronberger Malerkolonie Tanzhausstraße 1, 61476 Kronberg Tel. 06173-929490, Fax 06173-929491 E-mail: museum-malerkolonie@t-online.de | |