Geboren am 2.10.1839 in Bernau (Schwarzwald); gestorben am 7.11.1924 in Karlsruhe.
Erste Ausbildung bei einem Lithographen und Zeichenuntericht in
Bernau. 1859-66 Studium an der Kunstschule in Karlsruhe bei
J.W. Schirmer und Ludwig Des Coudres. 1867/68 Kurzaufenthalte in
Düsseldorf und Paris (gemeinsam mit Otto Scholderer und Peter
Burnitz, Bekanntschaft mit Gustave Courbet). 1870-76 in München
tätig, dort Kontakte vor allem mit Victor Müller, Wilhelm Leibl
und Arnold Böcklin. 1874 Italienreise. 1877-99 Wohnsitz in
Frankfurt, 1899 für kurze Zeit in Kronberg. Häufige
Sommeraufenthalte in Oberursel (heute dort
Hans-Thoma-Gedächtnisstätte). Wiederholte Reisen nach England
(1882), Florenz, Venedig, Oberitalien. 1898/99 Vorsitzender der
Frankfurter Künstlergesellschaft. 1899 Berufung nach Karlsruhe als
Direktor der Kunsthalle und Professor der Akademie.
Thomas bevorzugte Motive waren Landschaften aus dem Schwarzwald und
aus dem Taunus in lichter Farbigkeit. Später auch Portraits und
Bilder mit allegorischen und religiösen sowie heroisch-dramatischen
Themen. Reichhaltiges graphisches Oeuvre.
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