Geboren am 13.7.1849 in Hamburg; gestorben 1936 in Bergen bei Celle.
Erste Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Hamburg bei Günther
Gensler und Friedrich Heimerdinger. 1870-76 Studium an der
Kunstakademie Weimar unter dem Historienmaler Ferdinand Pauwels, sowie
bei Albert Baur und Karl Gussow. 1876 mit Baur Umzug nach
Düsseldorf. 1883 Ernennung zum ordentlichen preußischen
Professor. Reisen nach Italien, Tirol und Norddeutschland. 1898-1920
in Kronberg ansässig. Befreundet mit Anton Burger und dem Kreis
um Norbert Schrödl. 1906-13 Ausmalung des Bürgersaals im
Rathaus der Stadt Frankfurt. Letzter Lebensabschnitt in Bergen bei
Celle.
Brütt entwickelte in Düsseldorf seine charakteristische
freie, schwungvolle, impressionistische Malweise, bei der er weniger
Wert auf Details als auf einen insgesamt bewegten Bildeindruck und
lebhafte Farbigkeit legte. Bis in die 70er Jahre gestaltete er
bevorzugt Charakterstudien mit humorvollem, ironischem Einschlag.
Figurenreiche Gesellschafts- und Großstadtdarstellungen, teils
mit dramatisch zugespitzten Szenen, häufig auch in relativ
großem Format. Zu seinen Gerichtsbildern verarbeitete
Brütt eigene Erfahrungen als Geschworener. In der Kronberger
Zeit wandte er sich auch der Landschaftsmalerei zu.