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Überschaut man die Entwicklung des Malers Peter Burnitz innerhalb
seines Werkes, so ist zunächst erstaunlich, wie sicher er von
Anfang an seines Zieles ist, wenn ihm auch der Weg zunächst noch
verborgen scheint.
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Von Spanien nach Frankreich treibt ihn nicht die Sucht nach neuen
Motiven - er hätte diese in reichlichem Maße in der Heimat
finden können und hat sie dort gefunden - auch nicht das Verlangen
nach der Künstler-Boheme von Paris, aus der er in die Einsamkeit
des Waldes von Fontainebleau flieht - sondern der intensive Wunsch,
die ihm noch fehlende Technik der Farbe in einer Umgebung kennen zu
lernen, die seinen Bestrebungen entgegenkam. Hierin ist er von
Lambinet stark gefördert worden, der ja seinerseits von Corot
beeinflußt war; aber am meisten hat wohl auf ihn die klare, milde
Atmosphäre eingewirkt, die so viele Maler nach Barbizon lockte und
in deren Wiedergabe er in manchen Bildern Corot nicht nachsteht. Von
Anfang an wendet er sein ganzes Interesse der Landschaft zu, ohne sie
mit menschlichem Geschehnis zu erfüllen. Auch liebt er es nicht,
wie zum Beispiel Corot, seine Landschaften etwa mit "glücklichen
Menschen oder seligen Geistern zu bevölkern, welche die Bäume
bekränzen und sich leichtfüßig im Elfenreigen drehen"[74].
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Solche lyrische Ausdrucksmittel sind Burnitz fremd. Ihn beschäftigt
der Baum, der Strauch, der Fluß, die Wolke nicht als Kulisse einer
Handlung, sondern als das Wesenhafte der Natur, von der er selbst ein
Teil ist. Wo Menschen in seinen Bildern auftreten, erfüllen sie
fast immer die Aufgabe einer Repoussoirfigur oder eines
Farbwertes. Sie führen keine Eigenexistenz, sondern ordnen sich ein
in die sie umgebende Landschaft, in der sie nur mitleben.
Dementsprechend sind es meist auch nur kleine Figuren, deren
Beschäftigung mehr erraten werden muß, als daß sie erkennbar
wäre. Mit ihren blauen Röcken, weißen Hemdärmeln, roten
Tüchern und hellen Strohhüten beleben sie die Tonigkeit der
Landschaft, in die sie gestellt sind.
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Mit großer Liebe wird der Baum, der Wald behandelt. Auf die
Einzelstudien wurde schon hingewiesen. In den Bildern wird besonders
gern die graziöse Birke, die schlanke Pappel, die junge Buche, nach
der Rückkehr nach Deutschland der knorrige Eichenstamm geschildert.
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Daß die leicht hingetuschten Bäume Corots ihn zum Versuch
reizten, beweist der Umstand, daß er zeitweilig Bilder von Corot
kopierte[75], aber seine Bäume behalten im allgemeinen die feste
Erscheinungsform, den sicheren Umriß, der sich in den siebziger
Jahren des Jahrhunderts zur Linearität steigert, später
allerdings zusehends abnimmt.
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Von größter Bedeutung bei Burnitz ist das Wasser: sei es ein
Bach, ein Fluß, ein Weiher oder nur ein Tümpel im Walde, fast
immer findet sich das Element auf seinen Bildern, wo es glitzernd die
Bäume, das Schilf, die Walken widerspiegelt.
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Der Himmel ist selten wolkenlos, sondern häufig bedeckt von
silbrigem Gewölk, das die lichte Bläue nur an einzelnen Stellen
durchscheinen läßt. So entsteht ein gedämpftes, silbriges
Licht, das die Gegenstände einhüllt und scharfe Kontraste
vermeidet.
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Das Kolorit ist meist ein in allen Schattierungen spielendes Grün
mit braunen Tönen, die vom höchsten Blond bis zu roten
Rosttönen wechseln und von den Farbwerten der Staffage unterbrochen
werden. - In frühen Bildern sind die Töne der Landschaft heller
und frischer, der Himmel aufgelichteter als später, wo die Farben
allgemein dunkler werden. Es überwiegen dann graugrüne, braune
Töne, das Landschaftsbild selbst wird düsterer; gewittrige
Stimmungen mehren sich, in denen der Himmel von schweren, dunklen
Wolken bedeckt ist.
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Doch werden auch diese Motive nie überbetont, nie ins aufgeregte
oder dramatische gesteigert. Es gibt keine zuckenden Blitze, keine
sich im Sturm biegenden Bäume, keinen Sonnenuntergang wie bei
Théodore Rousseau[76]. Ein einziges Mal hat Burnitz "Kronberg bei
Mondschein" gemalt[77], aber das "effektvolle" entsprach nicht seiner
Natur, und man muß begrüßen, daß er seiner
Beschaulichkeit in der Kunst treu geblieben ist.
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Das Format der Bilder ist zu Anfang sehr klein. Die Farbe wird mit
feinem Pinsel zart aufgetragen. Nach und nach wird der Strich
breiter, kräftiger. In Deutschland steigert Burnitz in den
siebziger Jahren das Format seiner Bilder bedeutend. Gleichzeitig
macht sich bei ihm das Bestreben nach stärkerer Linearität
geltend. Aber dieses Abgleiten von der ursprünglichen malerischen
Formensprache hält nicht lange an. Im Gegenteil, der Farbenauftrag
wird noch breiter, gelöster, während zugleich eine Rückkehr
zu den geringeren Bilddimensionen erfolgt. Niemals aber geht die
malerische Auflösung so weit, daß die Gegenstände ihre
Bedeutung verlieren, daß sie "nur Farbe" werden - wie dies bei
manchen Malern jener Zeit schon in Übung kommt. So zeigt eine
"Landschaft bei Fontainebleau" von Jean Louis Chéret[78], noch
heute im Musée Theodore Rousseau zu Barbizon, ganz die Palette
Burnitz', aber bei völliger Auflösung der Konturen.
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Den Bildern eine besondere Bedeutung zu verleihen, etwa - wie Daubigny
es liebte - eine Obsternte, eine Weinlese zu schildern - liegt Burnitz
fern - es genügt ihm das stille Wesen der Dinge, ohne sie mit der
Geschäftigkeit der Menschen zu verbinden. So werden auch Tiere
nicht - wie bei Troyon[79] - in Herden gegeben, wie sie ausgetrieben
werden oder abends vom Feld zurückkehren, sondern da und dort
über die Landschaft verteilt, der sie sich - wie die Menschen -
einordnen.
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In den überwiegenden Fällen sind die Bilder bezeichnet; in den
Anfangsjahren erfolgt die Bezeichnung mit spitzem Pinsel meist in
roter Farbe; später wird der Name mit breitem Pinsel in dunkler
Farbe angebracht. Die Angabe der Entstehungszeit erscheint nur bei
frühen Bildern bis zum Jahre 1857; Zeichnungen sind vereinzelt bis
in die spätesten Jahre (Werk-Verz. Nr. 303) mit der Jahreszahl
versehen.
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Ich gebe im Folgenden eine zusammenfassende Darstellung der
äußerlichen Stilmerkmale der verschiedenen Epochen im Schaffen
des Meisters.
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Meiner Meinung nach lassen sich vier Epochen unterscheiden:
- 1850-1857. Die Lern- und Wanderjahre in Spanien und Frankreich.
- 1858-1870. Nachwirken und Assimilierung der französischen Einflüsse.
- 1870-1880. Die Epoche des großen Erfolges und der Selbständigkeit.
- 1880-1886. Schlußspanne, die man den Spätstil nennen könnte.
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Zu 1. Die erste Gruppe umfaßt die Bilder, meist kleinsten Formates,
die in den überwiegenden Fällen Motive aus der Gegend von
Fontainebleau zum Vorwurf haben. Diese Bilder stellen kleine
Landschaftsausschnitte dar, die mit besonderer
Sorgfalt für das Detail gemalt sind. - Frühlingshafte oder
sommerliche Wiesen werden wiedergegeben, die von schlanken Bäumen
bestanden oder umsäumt sind. - Kleine Staffagefiguren beleben
zuweilen die Landschaft, in der sie nur die Funktion von Farbwerten
erfüllen.
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Die vorherrschende Farbe ist ein frisches, toniges Grün, der Himmel
ist in den wenigsten Fällen ganz blau, aber fast immer aufgehellt
und zum Teil von leichten, weißen oder hellgrauen Wölkchen
bedeckt. Die dünne Farbe wird zart mit spitzem Pinsel in der Weise
aufgetragen, daß die Umrisse der Gegenstände von der
schimmernden Atmosphäre aufgenommen werden.
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Eine räumliche Wirkung kann auf diese Weise nicht zustande
kommen. Sie ist anscheinend auch nicht beabsichtigt. Der Maler ist in
diesen Jahren noch ganz mit den Problemen der Farbe beschäftigt. Er
hat ja spät begonnen, in einem Alter, in dem Andere schon die
Lehrjahre hinter sich haben. So ist sein Schritt noch tastend,
suchend. Es ist nicht der jugendliche Impetus einer Sturm- und
Drangperiode, der sich hier offenbart, sondern das besonnene Streben
des Dreißigjährigen, das sich in diesen Idyllen versucht.
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Zu 2. Die zweite Gruppe der Bilder entsteht in dem Jahrzehnt, das auf
die Rückkehr des Künstlers nach Deutschland folgt. Die Motive
der Werke dieser Epoche stammen aus Niederrad - wo Burnitz zunächst
Wohnung nahm - dem benachbarten Schwanheim, vom Mainufer oberhalb
Frankfurts und späterhin aus dem Taunus und aus Bernried.
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Im Anfang dieses Zeitabschnitts sind die Bilder noch klein, wie in der
französischen Zeit, aber der Künstler vergrößert jetzt den
Gegenstands indem er die Grenzen des Landschaftsausschnitts einengt:
Die so häufig gemalten alten Eichbäume von Schwanheim erscheinen
nicht in ihrer ganzen Ausdehnung. Meistens ist im Vordergrund nur der
untere Teil des Stammes sichtbar, der mit kräftigem Strich
plastisch durchmodelliert wird, während die weiter rückwärts
stehenden Bäume in den Umrissen leicht verschwimmen. Hierdurch wird
eine größere Räumlichkeit des Bildganzen
erreicht. Gleichzeitig wird die dargestellte Landschaft von einem
vibrierenden Licht erfüllt, das ihr glaubhaftes Leben verleiht,
sodaß bei vielen dieser Bilder auf die Staffage als belebendes
Mittel verzichtet wird.
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Die Palette der Pariser Zeit wird beibehalten, aber der Künstler
malt jetzt kräftiger, sicherer, der zarte dünne Strich ist fast
ganz aufgegeben. Der Himmel ist wohl noch aufgehellt, aber nie mehr
von Wolken frei, wie manchmal früher - im Gegenteil, die
Bewölkung nimmt zu, das Blau des Himmels scheint nur noch an
wenigen Stellen durch, die Wolken ballen sich und werden glitzernd von
dem Wasser reflektiert, das jetzt fast immer - sei es ein Fluß, ein
Bach oder ein stehendes Gewässer - in den Bildern vorkommt.
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Die Sprache des Künstlers ist kraftvoller, bestimmter geworden, die
Motive werden sicherer herausgearbeitet und gewinnen an Bedeutung. Das
Stadium ist jetzt erreicht, in dem auch "das Unbedeutende zu ihm
spricht" - wie Burnitz sieh selbst ausgedrückt hat. Bilder dieser
Epoche erringen dem 45jährigen die erste öffentliche Anerkennung
in Deutschland.
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Zu 3. In dem Jahrzehnt nach der Internationalen Kunstausstellung in
München von 1869 kommen die Werke der dritten Gruppe zustande.
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Der Umkreis, dem die landschaftlichen Motive dieser Bilder entnommen
werden, wird bedeutend erweitert. Nicht nur die nähere und fernere
Umgebung von Frankfurt, der Taunus, insbesondere die Nied- und
Nidda-Ufer bilden den Gegenstand der Darstellung, auch Landschäften
aus dem Schwarzwald und aus der Schweiz sind nachzuweisen.
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Das Format der Bilder dieser Epoche wird wesentlich gesteigert, auch
die großen Bilder in Breitformat (der damals wiederauflebenden Mode
der Supraporten entsprechend) möchte ich dieser Zeit zuschreiben.
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In der Darstellungsweise ist in diesen Jahren ein Zug zur
Linearität zu beobachten. Auf Kosten der Einheit des Bildganzen
werden Einzelheiten stärker betont, es wird mehr und
ausführlicher erzählt. - Schilf, Gras, Baum und Fels werden
genau geschildert; Staffagefiguren - früher kaum sichtbar - werden
deutlicher erkennbar, sie sammeln Reisig, tragen Lasten, fischen. -
Auch Wild wird jetzt zuweilen als Staffage gewählt in der Weise,
daß eine Waldlichtung wiedergegeben wird, in die aus dem Dunkel des
Waldes ein Rehbock oder ein Reh tritt.
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Allgemein ist den Bildern dieser Gruppe eine Hinneigung, zur
Spätromantik eigen, die auch in der Schilderung der hohen Berge,
der Schwarzwaldtannen, der wilden Wasserläufe zum Ausdruck kommt.
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Die Studien zu diesen großen Bildern sind zweifellos vor der Natur
gemacht, aber die Bilder selbst lassen häufig den Eindruck der
"Atelierarbeit" entstehen. - Ein oft wiederkehrendes Schema ist ein
Weg oder ein Wasserlauf, der vom Vordergrund diagonal in die Tiefe
führt und auf beiden Seiten von Bäumen bestanden ist. Auf
früheren Bildern wurde die Sicht gewöhnlich von Hügeln oder
Wald abgeriegelt; jetzt versucht der Maler, größere Tiefe zu
geben, indem er den Blick des Beschauers auf ferner liegende Teile der
Landschaft lenkt.
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Die Palette und Maltechnik des Künstlers verändern sich
wesentlich. Er malt mit breiterem Pinsel, trägt die Farbe dicker
auf und erweitert seine Farbenskala: Gelblichgrüne und
dunkelgrüne, rostrote und braune Töne. treten in vermehrtem
Maße auf, der Himmel wird noch stärker bewölkt mit dunklem,
jetzt oft schwerem Gewölk, das ein nahendes Gewitter
anzukündigen scheint.
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In der ersten Hälfte dieses Zeitabschnittes erreicht Burnitz - wie
ich glaube - den Gipfelpunkt seiner Kunst. Am Ende der Epoche setzt
schon ein Nachlassen der Gestaltungskraft ein, das den Spätstil des
erst 56jährigen einleitet.
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Zu 4. Die Motive der letzten Bildergruppe entstammen der näheren
Umgebung von Frankfurt, dem Frankfurter Wald, der Nidda-Gegend. Das
Format der Bilder ist wieder kleiner geworden. Die Linearität, die
zu Beginn der dritten Epoche zu bemerken war, ist aufgegeben zugunsten
einer Maltechnik, die das Bestreben hat, die Umrisse der dargestellten
Gegenstände zu verwischen.
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Herbstliche Landschaften mit überwiegend dunkeln, grünen,
braunen und schwärzlichgrauen Tönen unter trübem, schwer
bedecktem Himmel, regnerische Tage, gewittrige Abende werden
geschildert.
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Diese Bildergruppe der letzten Lebensjahre wird am besten
gekennzeichnet durch Burnitz' eigene Worte über seinen Charakter:
"der stets alles von der düsteren Seite ansieht..."
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Düster - in der Tat - sind die Bilder der Endepoche, als wenn der
Künstler ahne, daß er im letzten Abschnitt seines Daseins stehe.
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Dieser Spätstil - verglichen mit den früheren Phasen ist keine
Gegensätzlichkeit, sondern letzte Konsequenz der künstlerischen
Äußerung einer Persönlichkeit, deren geistige Entwicklung
sich ohne starke Erschütterung vollzogen hat; letzte Spiegelung
einer Umwelt die dem früh Gealterten nicht mehr im farbigen
Abglanz, sondern unter dem grauen Schleier des Ungewissen erscheint.
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